Austauschverbot für Arzneimittel


Apotheker fordern Therapiesicherheit
Austauschverbot für Arzneimittel

Viele chronisch kranke Menschen kennen das: Statt des bekannten Medikaments erhalten sie beim Einlösen ihres Rezepts ein völlig fremdes Mittel, weil es für die Krankenkasse billiger ist. Eine Austauschverbotsliste soll das Wechselspiel zukünftig einschränken.

Ersparnis nicht über Sicherheit stellen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – das gilt auch bei der Arzneimitteleinnahme. Vor allem ältere Menschen sind an Verpackung, Farbe und Form ihrer Tabletten gewöhnt. Ist die Pille dann gelb statt weiß, geraten viele Patienten durcheinander. Das gefährdet die Therapiesicherheit und Einnahmetreue. Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands (DAV), fordert deshalb: „Nicht alle Arzneimittel dürfen aus bloßen Kostengründen gegen wirkstoffgleiche Medikamente ausgetauscht werden. Die Arzneimitteltherapiesicherheit muss für die Patienten im Vordergrund stehen.“

Momentan erhalten viele Patienten jeweils das für ihre Kasse günstigste Mittel. Welches das gerade ist, hängt von den bestehenden Rabattverträgen der Krankenkassen ab. Ändern sich die Verträge, gehen in der Apotheke andere Mittel über den Tresen. Apotheker sind dazu verpflichtet, die Rabattarzneimittel auszugeben.

Austauschverbotsliste in Arbeit

Am 21. Februar beschloss der Bundestag das 14. SGB-V-Änderungsgesetz. Es sieht unter anderem vor, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) künftig eine Austauschverbotsliste für Medikamente erstellt. Die von der Liste erfassten Arzneimittel dürfen nicht mehr zugunsten anderer Arzneimittel, wie preiswerterer Rabattarzneimittel, ausgetauscht werden. Die Wirkstoffe Ciclosporin (Immunsuppressivum) und Phenytoin (Antiepileptikum) bilden ab 1. April 2014 die ersten beiden Positionen auf der Liste. Mit Hilfe von Gutachten und anhand von gemeinsam festgelegten Kriterien will die Schiedsstelle die Aufnahme weiterer Wirkstoffe prüfen.

Bereits im Frühjahr 2013 legte der Deutsche Apothekerverband (DAV) den Krankenkassen eine Liste mit 20 Wirkstoffen vor, deren Austausch aus Apothekersicht unterbleiben sollte. „Die Apotheker haben das  Wissen und die praktischen Erfahrungen im Umgang mit Arzneimitteln“, argumentiert Becker. „Die chronisch kranken Patienten haben ein Recht darauf, von unserer Fachkompetenz zu profitieren. Wir kämpfen deshalb dafür, dass die Apotheker bei der Erstellung der Austauschverbotsliste mitentscheiden können.“ Der Gesetzgeber müsse nun ein angemessenes Procedere dafür vorschlagen, bekräftigt Becker abschließend.

TCP Apotheken OHG

Die TCP Apotheken OHG, ist eine Kooperationsgemeinschaft vierer regionaler Apotheken im Raum Reichenbach und Zwickau. Eine dieser Apotheken ist die Apotheke am Solbrigplatz.
Informationen zu den drei weiteren TCP Apotheken erhalten Sie hier:
Alte Stadtapotheke Reichenbach | Reichenbach Oberplanitzer Apotheke  | Oberplanitz 
Schwan-Apotheke Meerane | Meerane

Unsere Kundenkarte

News

Statine zur Vorbeugung
Statine zur Vorbeugung

Im Alter keine Vorteile

Statine senken den Cholesterinspiegel und beugen so Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Viele Menschen nehmen sie über Jahre ein. Doch macht die Einnahme auch im höheren Alter immer Sinn?   mehr

Erkältungssäfte sicher anwenden
Erkältungssäfte sicher anwenden

Vergiftungsgefahr für Kleinkinder

Pseudoephedrin ist hilfreich bei Erkältungen, kann aber bei falscher Anwendung Vergiftungen verursachen. Eine Auswertung deutscher Giftinformationszentren zeigt: Besonders häufig betroffen sind Kinder unter sechs Jahren.   mehr

Lange Essenspausen bei Älteren
Lange Essenspausen bei Älteren

Gesund oder schädlich?

Intervallfasten gilt als gesund – doch für ältere Menschen könnte das anders aussehen. Eine schwedische Studie zeigt: Wer besonders lange Essenspausen machte, entwickelte über die Jahre schneller chronische Erkrankungen.   mehr

Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme

Kopf vor oder nach hinten?

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.   mehr

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Apotheke am Solbrigplatz OHG
Inhaber Carsten Albrecht, Thomas Schröder
Telefon 03765/1 32 24
Fax 03765/1 32 25
E-Mail info@apotheke-am-solbrigplatz.de